Die Pluralisierung des Philosophiebegriffs gehört zu den
Charakteristika der ersten Jahrhunderte nach Christus – einer mit
tiefgreifenden Veränderungen verbundenen Epoche, die sich allgemein
in faszinierender Weise mit unserer Gegenwart berührt. Zu nennen ist
insbesondere eine (angesichts der genannten Pluralisierung zunächst
überraschende) Tendenz zur Vereinheitlichung nicht nur der
materiellen Kultur innerhalb des globalisierten Imperium Romanum,
sondern auch des intellektuellen Diskurses. Diese geht in paradoxer,
mit modernen Erfahrungen jedoch durchaus übereinstimmender Weise Hand
in Hand mit einer zunehmenden Ausdifferenzierung und Vervielfachung
der philosophisch-religiösen Lebensformen und Heilslehren, zu denen
das an die hellenistisch-jüdische Tradition anschließende
Christentum neu hinzukommt. Die in diesem Band vereinigten Beiträge
renommierter Spezialisten aus aller Welt untersuchen die verschiedenen
Facetten dieser Entwicklung. – Angesichts der Bedeutung der Epoche
für die Ausbildung der abendländischen Identität dürfte der Band
über den engeren Bereich der Altertumswissenschaften hinaus für ein
weiteres Publikum von Interesse sein.
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Zur Pluralisierung des Philosophiebegriffs in Kaiserzeit und Spätantike
Produktdetaljer
ISBN
9781501505232
Publisert
2017
Utgave
1. utgave
Utgiver
De Gruyter
Språk
Product language
Tysk
Format
Product format
Digital bok
Forfatter