Die Prinzipien des Toyota-Produktionssystems (kurz: TPS) erhielten in
den vergangen Jahren vermehrt Beachtung in der Praxis. Viele
Unternehmen, auch außerhalb der Automobilbranche, interessieren sich
für die vermeintlich einfachen Vorgehensweisen zur Planung und
Steuerung logistischer Abläufe und führen diese ein. Die
wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem TPS hingegen ist bisher
mangelhaft. Zwar existieren Arbeiten die heuristische Ansätze zur
Lösung einzelner Aspekte des TPS vorstellen, doch werden darin die
Wechselwirkungen zwischen den Bestandteilen nicht betrachtet. Hier
setzt die vorliegende Arbeit an und betrachtet die Wechselwirkung
zwischen geglätteter Produktion und der Dimensionierung von
Kanban-Regelkreisen sowie deren Auswirkung auf die Wartezeit der
Kunden bzw. der zu erwartenden Liefererfüllung. Hierfür werden
zunächst ein optimales Verfahren zur Erstellung geglätteter
Produktionspläne sowie zahlreiche Ansätze zur Verbesserung dessen
Laufzeit vorgestellt. Der so berechnete, geglättete Produktionsplan
bestimmt den Zufluss in ein durch Kanban gesteuertes Fertigwarenlager,
aus dem stochastisch schwankende Kundenbedarfe bedient werden. Im
weiteren Verlauf der Arbeit werden neuartige analytische Verfahren
vorgestellt, mit denen sich für diese Planungssituation die Wartezeit
der Kunden bzw. der zu erwartende Servicegrad approximieren lassen.
Ausführliche Simulationsstudien belegen die Genauigkeit der
Approximationen. Durch diese Approximationen ist es erstmalig
möglich, konkrete Hinweise zur Dimensionierung von
Produktionskapazitäten und der Anzahl an Kanban in einer
TPS-orientierten Umgebung zu geben.
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Eine Studie zum Lean-Production-Konzept
Produktdetaljer
ISBN
9783834935878
Publisert
2018
Utgiver
Springer Nature
Språk
Product language
Tysk
Format
Product format
Digital bok
Forfatter