Der Philosoph Wilhelm Dilthey nannte Ciceros "Der Staat" eines der
größten Kunstwerke in Prosa. Cicero, der die höchsten Ämter im
Staat innehatte und sich verzweifelt gegen den Untergang der Republik
stemmte, verdichtet seine praktischen Erkenntnisse in diesem Werk zu
einem Gefüge von Begriffen, das für das Leben jeder Gemeinschaft
gültig ist. In Anlehnung an Platons "Politeia" legt Cicero in Form
eines Dialoges die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen
Staatssysteme dar. Im Gegensatz zu Platon ist sein idealer Staat
jedoch keine Fiktion, sondern die römische Republik. Diese Ausgabe
des berühmten ciceronischen Werkes, das Dilthey eines der größten
Kunstwerke in Prosa nannte, will dem Leser die Bedeutung und
Selbständigkeit des Staatsdenkens Ciceros zugänglich machen. In
einer Zeit, die Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens ein
besonderes Interesse entgegenbringt, ist es nicht unwesentlich, sich
ein Denken gegenwärtig zu halten, das menschliche Existenz ganz im
Gemeinwesen des Staats begründet sieht. Mit hellstem Bewusstsein hat
Cicero, der selbst das höchste Amt des römischen Staatswesens
bekleidet und dabei ein letztes Mal die Eintracht in der Freiheit
gerettet hat, Macht, Staat und Gemeinschaft erlebt. Seine Erkenntnisse
hat er in seinem Werk über die res publica zu einem in sich
konsequenten Gefüge von Lebensbegriffen verdichtet, die für das
Leben jeder Gemeinschaft gültig sind. Unsere Ausgabe fügt die
erhaltenen Stücke durch verbindenden Text aneinander, so dass ihre
Lektüre das Ganze vor Augen stellt. Die Einführung gibt eine Analyse
des Aufbaus. Eigennamen werden im Index alphabetisch geordnet und
erklärt.
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Lateinisch - Deutsch
Produktdetaljer
ISBN
9783050061603
Publisert
2015
Utgave
1. utgave
Utgiver
De Gruyter
Språk
Product language
Tysk
Format
Product format
Digital bok
Forfatter