In den im vorliegenden Band versammelten Forschungsmanuskripten
erhält Husserls in der Krisis-Abhandlung skizziertes Projekt einer
Wissenschaft von der Lebenswelt die Gestalt ausführender Arbeit. In
detaillierten deskriptiven Analysen werden wesentliche Dimensionen und
Strukturen der Lebenswelt zur Sprache gebracht sowie die sinnbildenden
aktiven und passiven Leistungen untersucht, in denen sich das
Sinngebilde einer jeweils geltenden Lebenswelt als Totalerwerb
einzelsubjektiver und intersubjektiver Erfahrung und Praxis
konstituiert. Schwerpunkte von Husserls Analysen sind die
Horizontstruktur der Welterfahrung, die Vorgegebenheit als primäre
Gegebenheitsweise der Lebenswelt, ihre Orientierungsstruktur, die
Lebenswelt als personale Welt der Praxis, Struktur und Genesis der
Weltapperzeption, die eigentümliche Apodiktizität des Seins der
Welt, die Bedeutung der Normalität für die Konstitution einer
intersubjektiven Welt sowie das Verhältnis der vielen
subjektiv-relativen Umwelten zu der einen als an sich seiend
vermeinten Welt. Mit seinen zahlreichen aus zwei Jahrzehnten
stammenden, nach sachlichen Gesichtspunkten angeordneten Texten bietet
der vorliegende Band eine notwendige Ergänzung zu den überwiegend
programmatischen und methodologischen Äußerungen Husserls zur
Lebenswelt in der Krisis-Abhandlung (Husserliana VI) und zu dem auf
diese Abhandlung bezogenen, werkgeschichtlich orientierten
Ergänzungsband (Husserliana XXIX).
Les mer
Auslegungen der vorgegebenen Welt und ihrer Konstitution.
Produktdetaljer
ISBN
9781402064777
Publisert
2020
Utgiver
Springer Nature
Språk
Product language
Tysk
Format
Product format
Digital bok
Forfatter