Die Wissenschaftsgeschichte der Genetik wirft nicht nur ethische
Fragen auf, die den Umgang mit ihren Möglichkeiten und Techniken
betreffen. Sie führt auch zu einschneidenden Veränderungen
tradierter kultureller Konzepte. Diese aber sind bislang weitgehend im
Schatten eines verfehlten Streites über ‚Vererbung versus
Erziehung‘ geblieben, in dem bekannte Angst- und Wunschbilder einer
genetischen Determination oder Steuerung menschlicher Attribute und
Verhaltensweisen zirkulieren. Weitgehend unreflektiert dagegen sind
bislang jene Zäsuren geblieben, die die Praktiken von Gentechnologie
und Reproduktionsmedizin für die ‚elementaren Strukturen der
Verwandtschaft‘ und für das tradierte genealogische Denken
bedeuten.
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Schnittstellen zwischen Biologie und Kulturgeschichte
Produktdetaljer
ISBN
9783050079059
Publisert
2015
Utgave
1. utgave
Utgiver
De Gruyter
Språk
Product language
Tysk
Format
Product format
Digital bok
Forfatter