Ein Leben lang leidet der Mensch an der nie zu überwindenden Endlichkeit seiner Vernunft, die ihn heftig mit Fragen bedrängt, zu deren Beantwortung sie selbst gar nicht in der Lage ist.

Ein Leben lang leidet der Mensch an der nie zu überwindenden Endlichkeit seiner Vernunft, die ihn heftig mit Fragen bedrängt, zu deren Beantwortung sie selbst gar nicht in der Lage ist. Im Blick auf den Versuch, dieses Paradoxon aufzulösen, dass nämlich einerseits das metaphysische Bedürfnis der Vernunft zwar von dieser nicht aus eigener Kraft zufriedengestellt werden kann, andererseits aber diese Einsicht keineswegs ihr bohrendes Fragen zum Schweigen bringt, wird die Verführung nachvollziehbar, das Kind mit dem Bade auszuschütten und der Vernunft rundweg und grundsätzlich eine tragfähige lebens- und handlungsleitende Kraft abzusprechen. Große Teile der Postmoderne sind von diesem tiefen Misstrauen, das den Abschied von aller Vernunft zu rechtfertigen scheint, geprägt. Die Alternative zu ihrer Verabschiedung im Aufweis der Möglichkeit – ja Notwendigkeit – von Metaphysik auch und gerade angesichts einer stets in ihrer Endlichkeit gefangenen Vernunft wird in diesem Buch gezeichnet.

 

Der Inhalt

  • Metaphysik: ein unabweisliches Bedürfnis der Vernunft
  • Zum Problem des Realismus
  • Metaphysik: ihr Sitz im Leben
  • Praktische Metaphysik
  • Metaphysik: geistige Übung und Lebensform
  • Grundzüge einer Metaphysik der Gegenwart
  • Das Sein und das Gute
  • Ontologische Erfahrung und metaphysisches Denken

 

Der Herausgeber

Christoph Böhr ist Professor für Philosophie an der Hochschule Heiligenkreuz/Wien.

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Kompendium zeitgenössischer Metaphysik Antworten auf das 'neue' Bedürfnis nach Metaphysik am Ende der Postmetaphysik Weiterführende Gedanken zur Aktualität der Metaphysik

Produktdetaljer

ISBN
9783658315924
Publisert
2020-10-10
Utgiver
Springer Fachmedien Wiesbaden
Høyde
210 mm
Bredde
148 mm
Aldersnivå
Research, P, 06
Språk
Product language
Tysk
Format
Product format
Innbundet
Antall sider
16

Redaktør