Der Begriff ‚Lebenskunst‘ ist in der Beratungsliteratur, Praktischen Philosophie und theologischen Fächern schnell populär geworden. Ein eigener Akzent liegt auf der Klärung von Gender-Fragen und sexueller Identität und auf der Bedeutung transhumaner Vorstellungen von Lebenskunst(-hilfe), etwa durch Robotik und KI.
Die christliche Theologie beschäftigt sich seit den 2000er Jahren verstärkt mit der Lebenskunst. In diesem Band suchen Theologinnen und Theologen das Gespräch mit Vertretenden aktueller Lebenskunsttheorien aus Philosophie, Pädagogik und Therapeutik. Was kann man voneinander lernen, wo liegt das jeweilige Proprium des Zugriffs aufs Lebenskunstdenken? Dabei werden Brücken sichtbar zwischen therapeutischen Lebenskunstansätzen und christlicher Seelsorge sowie zwischen Kunst und Lebenskunst. Aber auch Grundanliegen einer Pädagogik der Lebenskunst und die Herausforderungen der alltäglichen Lebensgestaltung werden eingehend diskutiert.