Die kognitive Grammatik ist ein Beitrag zu den
Kognitionswissenschaften, insofern die Kategorisierungsleistung und
Systemorganisation der Sprache einen Zugang zum menschlichen Denken
eröffnet; sie erneuert aber auch die Linguistik, indem sie die in den
Grammatiken beschriebenen Regularitäten mit Begriffen der
Psychologie, der Anthropologie und der Neurologie einer Erklärung
zuführt. Da verschiedene Paradigmen entstanden sind, wird die
Darstellung in den Hauptkapiteln nach Ansätzen und ihren Initiatoren
(Lakoff, Talmy, Langacker, Fillmore/Kay/Goldberg, Fauconnier/Turner)
getrennt. Dadurch wird eine detaillierte Bewertung der Fortschritte
und Problemzonen der kognitiven Grammatik ermöglicht. Die Grundidee,
eine semantisch motivierte Grammatik, die zu Einsichten in das
(sprachliche) Denken führt, bleibt dabei identisch. Der
Ausgangspunkt: Was heißt Denken und wie kategorisiert die Sprache
Erfahrung?, wird in den beiden Anfangskapiteln präzisiert, so dass
der Weg, den die kognitive Grammatik seit etwa 1970 zurückgelegt hat,
deutlich wird. Ziel des Studienbuches ist die Darstellung der
Forschungsmethoden und ihrer Resultate. Dies öffnet Perspektiven für
die Zukunft einer interdisziplinären Grammatikforschung.
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Klassische Paradigmen und neue Perspektiven
Produktdetaljer
ISBN
9783110976724
Publisert
2015
Utgave
1. utgave
Utgiver
De Gruyter
Språk
Product language
Tysk
Format
Product format
Digital bok
Forfatter