Dieser Band wirft ein neues Licht auf Byzanz - als geographischen,
aber vor allem als kulturellen Knotenpunkt. Denn wie kaum eine andere
Region ist Byzantium über gut ein Jahrtausend durch seine ebenso
zentrale wie fragile geographische Lage, aber auch durch sein Prestige
wichtig für die Begegnung von Kulturen, Personen und Institutionen
rund um das Mittelmeer. Hierbei stellt sich aus byzantinischer
Perspektive die „antike“ und „mittelalterliche“ Welt als ein
in wesentlichen Zügen kontinuierlicher Kulturraum dar, der bis an die
Schwelle der Neuzeit reicht und sich vor allem durch seine große
Rezeptivität auszeichnet. Thematisiert werden daher vor allem die
Wechselseitigkeit kultureller und epistemischer Rezeptions- und
Transformationsprozesse und ihre jeweiligen Wissensformen. Diese
Wissensformen beziehen sich auf die Ordnungsstrukturen, die der
Erkenntnis und den Wissenschaften, der Sprache und medialen
Repräsentation sowie den institutionellen und soziologischen
Bedingungen zugrundeliegen, sowie auf die diesen korrespondierenden
Gegenstände des Wissens. In diesem Austausch begegnet Byzanz auch den
transformierten Spuren, welche die griechische Kultur zuvor bei ihren
eifrigen Nachahmern hinterlassen hat.
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Wissensformen und kulturelle Wechselbeziehungen
Produktdetaljer
ISBN
9783110272314
Publisert
2015
Utgave
1. utgave
Utgiver
De Gruyter
Språk
Product language
Tysk
Format
Product format
Digital bok
Forfatter