„Nun das Wichtigste vom Tag“, so beginnen oft
Nachrichtensendungen. Was so selbstverständlich klingt und klingen
soll, ist Ergebnis eines Prozesses, der im fertigen Beitrag kaum noch
zu erkennen ist. Dabei prägen Redaktionen unser Bild der
Wirklichkeit, indem sie ihr Publikum mit Informationen konfrontieren,
über die sich reden und streiten lässt. Wie und wann das gelingt,
zeigt diese Studie anhand der ZDF-heute-Redaktion. Dort lassen sich
Verfahren beobachten, durch die sich die Redaktion ihrem Verständnis
der Nachricht nach und nach versichert. Die Ereignisse,
organisatorischen Notwendigkeiten und antizipierten
Publikumsreaktionen bilden dabei nur den Hintergrund, vor dem über
Auswahl und Darstellung der Inhalte entschieden wird. Die
einschlägigen Kriterien müssen immer wieder aus der Konfrontation
mit Nachrichtenentwürfen entwickelt werden, um das Vertrauen in eine
‚akzeptable‘ Version zu begründen. So schaffen Redaktionen
Normalität angesichts von Ereignissen, die uns sonst oftsprachlos
machen. Zum Problem wird die routinierte Bearbeitung von Neuigkeit
jedoch, wenn existenzielle Notlagen wie die Klimakrise durch ein
Weiter-so gerade nicht zu bewältigen sind.
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Die Fernsehredaktion als Apparat journalistischer Versicherung
Produktdetaljer
ISBN
9783658423469
Publisert
2024
Utgiver
Springer Nature
Språk
Product language
Tysk
Format
Product format
Digital bok
Forfatter