Die Pädagogik des Geistes ist eine erziehungsphilosophische
Handlungstheorie und beruht auf einem gemäßigten Naturalismus, der
eine Versöhnung der Philosophie des Geistes mit Darwins
Evolutionsannahme darstellt und für die Wiedergeburt des
dezentrierten Subjekts plädiert, jedoch nunmehr als potentielle
Person. Im Sinne des kritischen Personalismus können Befunde der
modernen Hirnforschung mit alten pädagogischen Einsichten erneut in
Einklang gebracht werden. Dass man Vernunftprinzipien (Wahrheit,
Richtigkeit, Freiheit etc.) überhaupt anwendet und auf seinen
konkreten Willen im Sinne von Entschlussfähigkeiten bezieht, dazu
bedarf es – und das haben Kant, Hegel und Dilthey noch nicht bedacht
– eines (zuweilen auch vorrationalen) Willens zur Vernunft (Patzig).
Von daher ist der Willensbereich das Zentrum der Pädagogik des
Geistes, die im Anschluss an Petzelt und Spranger heute davon ausgeht,
dass ohne Willen auch im Gehirn nicht viel geht, weder bei der
Moralentfaltung, noch bei der Wertebildung und auch beim Denken und
Urteilen nicht. Unser Geist, was immer er als Inbegriff eines
Vermögens in Wirklichkeit auch sein mag, läge ohne Willen nahezu
völlig brach – eine These, die auch von heutigen Neurologen (z. B.
Kornhuber, Deecke) unterstützt wird.
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Zur Wiedergeburt des Subjekts als potentielle Person
Produktdetaljer
ISBN
9783653016567
Publisert
2018
Utgave
1. utgave
Utgiver
Peter Lang
Språk
Product language
Tysk
Format
Product format
Digital bok
Forfatter