Der Band beleuchtet das Thema des Warschauer Ghettos in der polnischen
Literatur. Die zentralen Kategorien der Untersuchung sind Bachtins
«Chronotop»-Konzept sowie Schmitts und Agambens Theorie des
«Ausnahmezustands». Das Spektrum der Analyse reicht von Texten aus
den 1940er Jahren (Andrzejewski, Miłosz) über solche aus den 1980er
Jahren (Rymkiewicz, Błoński) bis hin zu neueren Texten, deren
Autoren keine persönliche Erinnerung an die Shoa mehr haben
(Ostachowicz). Eine weitere Kategorie der Untersuchung ist die der
«Augenzeugenschaft». Sie verleiht der polnischen Literatur – als
der Literatur jenes Landes, das sich im Epizentrum des
Zivilisationsbruchs der Shoa befunden hat – eine exzeptionelle
Bedeutung. Insgesamt bringt dieses Buch eine Reihe von neuen Aspekten
in die Erforschung der polnischen und europäischen
Shoa-Erinnerungskultur ein.
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Zwischen «Ausnahmezustand» und permanent schlechtem Gewissen. Eine Untersuchung anhand zentraler Texte der polnischen Literatur. Mit einem Vorwort von Claus Leggewie
Produktdetaljer
ISBN
9783631814895
Publisert
2021
Utgave
1. utgave
Utgiver
Peter Lang
Språk
Product language
Tysk
Format
Product format
Digital bok
Forfatter