Es gibt in der jüngeren Zeit nicht viele intellektuellen Debatten,
die einen so nach haltigen Einfluss auf die Theoriebildung in den
verschiedensten Disziplinen gehabt haben wie die Postmoderne. Zu den
Disziplinen, die sich in besonderem Maße von dieser zunächst vor
allem philosophischen Debatte haben anregen lassen, gehört zweifellos
die Organisationstheorie. Die Reaktionen auf die Rezeption waren
heftig, und zwar sowohl auf Seiten der Befürworter als auch auf
Seiten der Kritiker. Die Thesen und Themen der Postmoderne erwiesen
sich als aufwühlend, die daran ange schlossenen Diskurse
verzweigten sich aber schnell und verloren sich bisweilen auf etwas
exotisch anmutenden Sonderwegen. Der Autor vorliegender Arbeit bringt
sein Unbehagen über die Art und Weise, wie die postmoderne
Philosophie in der Organisationstheorie großenteils verarbeitet
wurde, gleich zu Anfang zum Ausdruck. Sein gut nachvollziehbares
Unbehagen richtet sich sowohl gegen Protagonisten der Szene wie auch
und insbesondere gegen die Kritiker der Postmoderne. Letzteren wird
vor allem Oberflächlichkeit in der Analyse vorgeworfen und fehlende
Bereitschaft, sich ernsthaft mit den Thesen der postmodernen
Philosophen, vor allem aber mit den theoretischen und praktischen
Implikationen ihres Denkens, auseinanderzusetzen. Um die falschen
Weichen stellungen korrigieren zu können, ergibt sich für den
Autor die Notwendigkeit, die Debatte noch einmal bis zu ihren Anfangen
zurückzuverfolgen.
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Kritik des organisationstheoretischen Diskurses der Postmoderne
Produktdetaljer
ISBN
9783663109631
Publisert
2020
Utgiver
Springer Nature
Språk
Product language
Tysk
Format
Product format
Digital bok
Forfatter