Im Mittelpunkt des Buches steht die Konzeptualisierung der
öffentlichen Verwaltung als ein selbstreferenzielles soziales System.
Die allgemeinen theoretischen Grundlagen der Selbstreferenz als
administratives Handlungsprinzip beruhen auf einer Synthese zwischen
der soziologischen Systemtheorie, der Komplexitätstheorie und dem
Funktionalismus. Wissenschaftstheoretisch findet die administrative
Selbstreferenz im Radikalen Konstruktivismus mit seiner analytischen
"Figur" des Beobachters ihre Begründung. Selbstreferenz lässt sich
auf allen administrativen Ebenen und Bereichen in unterschiedlicher
Ausprägung beobachten, wie z.B. im Gedächtnis, in der Kultur, im
Zeitmanagement, in der Informationskonstruktion oder in der
Kommunikation der Verwaltung. Die zentrale Bedeutung der
selbstreferenziellen Operationen der Verwaltung besteht darin, dass
sie als ein selbstreferenzielles soziales System nicht von ihren
Umwelten gesteuert werden kann und sich mithin ihnen auch nicht
anpassen muss. Vielmehr passt sich die Verwaltung ihre Umwelten
gemäß ihren selbstreferenziellen Prämissen und Möglichkeiten an.
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Überlegungen zu einer (System-)Theorie der öffentlichen Verwaltung
Produktdetaljer
ISBN
9783658451288
Publisert
2024
Utgiver
Springer Nature
Språk
Product language
Tysk
Format
Product format
Digital bok
Forfatter