Überall und zu jeder Zeit, ob erwünscht oder nicht, sind wir das
Ziel medialer Inhalte. Damit wir uns bei all dem
Informationsüberfluss überhaupt angesprochen fühlen, müssen die
Informationen, die über die medialen Kanäle in unsere Richtung
gesendet werden, gezielt so aufbereitet werden, dass sie unsere
Aufmerksamkeit wecken. Darüber hinaus soll diese Aufmerksamkeit auch
erhalten bleiben. Das Problem dabei ist nicht das einzelne Medium an
sich, sondern vielmehr die Vielzahl der unterschiedlichen Kanäle und
damit die Vielzahl der unterschiedlichen Medienformen, auf denen wir
erreicht werden. Mittlerweile wird eine Information eher selten nur
auf einem einzigen Kanal übermittelt. Vielmehr wird „auf allen
Kanälen gefeuert“, in der Hoffnung, dass wenigstens ein Kanal sein
Ziel – also uns und unsere Aufmerksamkeit – erreicht. Zwei
Folgeprobleme resultieren daraus: Das eine Folgeproblem besteht darin,
dass für jeden genutzten Kanal, also für jedes genutzte Medium, die
Inhalte gezielt aufbereitet, gestaltet und strukturiert werden
müssten. Dies wiederum ist aber aufwendig, so dass hier gerne nur das
Nötigste für diese Anpassung der Inhalte an den jeweiligen Kanal
aufgewendet wird. Das zweite Folgeproblem besteht darüber hinaus in
der medialen Vielfalt an sich: Multimedia? Hypermedia? Social Media?
3D, 360°, VR? Wer kennt schon wirklich den Unterschied? Welche
Informationen passen auf welchen Medienkanal? Wie verpacken wir die
Informationen in spannende Geschichten, die auf den jeweiligen Medien
auch funktionieren? Zwei Ziele wurden dabei abgesteckt: Für den
gezielten Einsatz und die zielgerichtete Gestaltung ist es zwingend
notwendig, die verschiedenen Medienformen definiert voneinander
abgrenzen zu können. Ziel eins ist es deshalb, aktuelle Medienformen
zu betrachten, einführend zu beschreiben und so die Unterschiede
zwischen ihnen deutlich zu machen. Unterschiedliche mediale Formen
unterscheiden sich jedoch nicht nur technisch voneinander. Mindestens
ebenso wichtig ist es darüber hinaus zu wissen, wie die Medienformen
einzeln aber auch im Zusammenspiel wirken und wie diese Wirkung
erzeugt und unterstrichen werden kann. Ziel zwei ist es deshalb, auch
die Unterschiede im Storytelling in, mit und durch die verschiedenen
Medienformen zu beleuchten. Im hier vorliegenden Buch „Beyond
(Multi-) Media“ soll nicht auf die tiefgehende Theorie der
Mediengestaltung eingegangen werden. Vielmehr soll ein Verständnis
aufgebaut werden, wie sich die verschiedenen Medienformate voneinander
unterscheiden. Dazu wird sowohl ein Blick auf die technische
historische Entwicklung sowie die Betrachtung der psychologischen
Wirkung geworfen. Dazu werden zunächst die verschiedenen
Medienformate einzeln betrachtet, um sie dann später unter der
Bezeichnung „Multimedia“ zusammenzuführen.
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Multimediaformen erklärt: Von Panoramabildern über 3D bis zu den immersiven Welten des Metaversums
Produktdetaljer
ISBN
9783658485672
Publisert
2025
Utgiver
Springer Nature
Språk
Product language
Tysk
Format
Product format
Digital bok
Forfatter