Als Belgien, Polen und die Niederlande während des Zweiten
Weltkrieges besetzt wurden, kollaborierten Teile der politischen Elite
und der Bevölkerung mit den Besatzern. Wie mit diesen Kollaborateuren
nach dem Krieg verfahren wurde, und welche Folgen dies für das
politische System der Nachkriegszeit, für Demokratisierung und das
Fortbestehen totalitärer Tendenzen hatte, untersucht der Autor aus
anthropologischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive. Seine
überraschende Schlussfolgerung: Lynchjustiz und wilde Säuberungen
erfüllen wichtige soziale Funktionen. Umfangreiche und durchgreifende
politische Säuberungen tragen unter Umständen mehr zur Fortdauer
totalitärer Tendenzen in einer Gesellschaft bei als eine
oberflächliche aber spektakuläre Abrechnung mit wenigen prominenten
Tätern.
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Eine vergleichende Studie zu Kollaboration und ihrer Aufarbeitung in Belgien, Polen und den Niederlanden
Produktdetaljer
ISBN
9783653008685
Publisert
2018
Utgave
1. utgave
Utgiver
Peter Lang
Språk
Product language
Tysk
Format
Product format
Digital bok
Forfatter