Zenon von Elea (5. Jh. v. Chr.) gilt als einer der bedeutendsten
vorsokratischen Philosophen. Mit Ausnahme von höchstens fünf
wörtlichen Zitaten besteht die gesamte Überlieferung zu ihm jedoch
nur aus kursorischen Paraphrasen und teils kontroversen Diskussionen
seiner Überlegungen bei späteren Autoren. Durch umsichtige und
kritische Auswertung sämtlicher relevanter Quellen lassen sich
gleichwohl über seine beiden sogenannten „Argumente gegen die
Vielheit“ (Frg. B1-3) sowie über das sogenannte „Argument des
Orts“ (Frg. B5) philologisch schlüssige, sachlich plausible und
historisch stimmige Hypothesen aufstellen. Das Ergebnis besteht in
zwei neuen Rekonstruktionen, die im Vergleich zum bisherigen
Forschungsstand den gesamten Überlieferungsbefund verständlicher
sowie Zenons ursprüngliche Argumentation und Zielsetzung einsichtiger
werden lassen. Folgt man diesen beiden Rekonstruktionen, so erscheint
nicht nur die Beziehung, die seit der Antike zwischen den
Überlegungen Zenons und der Philosophie des Parmenides angenommen
wird, in einem neuen Licht, sondern es werden womöglich auch einige
geistesgeschichtliche Entwicklungen des 5. und 4. Jhs. v. Chr.
präziser fassbar, als dies bislang der Fall war.
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Studien zu den 'Argumenten gegen die Vielheit' und zum sogenannten 'Argument des Orts'
Produktdetaljer
ISBN
9783110385694
Publisert
2015
Utgave
1. utgave
Utgiver
De Gruyter
Språk
Product language
Tysk
Format
Product format
Digital bok
Forfatter